Die Krankheits- und Heilungsgeschichte der Gottliebin Dittus in Möttlingen – Teil 5

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Schwester Katharina DittusDen Verlauf des einzelnen kann ich nicht mehr erzählen. Es war zu mannigfaltig, als dass ich es hätte im Gedächtnis behalten können. Aber Tage waren es, wie ich keine mehr zu erleben hoffe; denn es war so weit gekommen, dass ich, sozusagen, alles aufs Spiel zu setzen wagen musste, wie wenn es hieße: Siegen oder sterben! So groß übrigens auch meine Anstrengung war, so fühlbar war mir ein göttlicher Schutz, indem ich nicht die geringste Ermüdung und Angegriffenheit fühlte, selbst nicht nach vierzigstündigem Wachen, Fasten und Ringen. Der Bruder war am schnellsten wieder frei, und zwar so, dass er sogleich tätige Hilfe im Nachfolgenden leisten konnte. Die Hauptsache kam aber diesmal nicht an Gottliebin Dittus, welche im letzten Akt nach vorausgegangenen Kämpfen gleichfallsvöllig frei zu sein schien, sondern an ihre Schwester Katharina, welche früher nicht das mindeste der Art erfahren hatte, nun aber so rasend wurde, dass sie nur mit Mühe festgehalten werden konnte. Sie drohte, mich in tausend Stücke zu zerreißen, und ich durfte es nicht wagen, ihr nahe zu treten. Sie machte unaufhörliche Versuche, mit eigener Hand, wie sie sagte, sich den Leib aufzureißen, oder lauerte sie listig umher, als wollte sie irgend etwas Grässliches an denen, die sie hielten, verüben. Dabei raffelte und plärrte sie so fürchterlich, dass man Tausende von Lästermäulern in ihr vereinigt sich denken konnte.

FeuerschlundAm auffallendsten war, dass sie ganz bei Besinnung blieb, indem man mit ihr reden konnte, sie auch bei scharfen Ermahnungen sagte, sie könne nicht anders reden und handeln, man möchte sie doch nur recht fest halten, dass nichts durch sie geschehe. Auch nachher hatte sie noch von allem, selbst von den grässlichsten Mordversuchen, bestimmte Erinnerungen; und diese wirkten so niederschlagend auf sie, dass ich mich mehrere Tage ihrer besonders annehmen musste, bis nach fleißigem und ernstlichem Beten ihr die Erinnerungen allmählich schwanden. Daneben ließ sich dennoch der Dämon aus ihr ebenso bestimmt vernehmen, der sich diesmal nicht als ein abgeschiedener Menschengeist, sondern als ein vornehmer Satansengel ausgab, als das oberste Haupt aller Zauberei, dem vom Satan die Macht dazu erteilt worden sei, und durch den dieses Höllenwerk nach den verschiedensten Seiten hin zur Förderung des satanischen Reichs sich verzweigt hätte, mit dem aber nun, da er nun in den Abgrund fahren müsse, der Zauberei der Todesstoß gegeben werde, an dem sie allmählich verbluten müsse. Plötzlich, gegen 12 Uhr um Mittemacht, war es, als erblickte er den geöffneten Feuerschlund. Da dröhnte aus der Kehle des Mädchens zu mehreren Malen, ja wohl eine Viertelstunde andauernd, nur ein Schrei der Verzweiflung, mit einer erschütternden Stärke, als müsste das Haus zusammenstürzen. Grausen erregenderes lässt sich nichts denken, und es konnte nicht fehlen, dass nicht die Hälfte der Bewohner des Orts, nicht ohne besonderen Schrecken, Kenntnis von dem Kampfe bekam.

Jesus ist SiegerDabei befiel die Katharina ein so starkes Zittern, dass es war, als wollten sich alle ihre Glieder voneinander abschütteln. Schien so der Dämon lauter Angst und Verzweiflung zu sein, so war nicht minder riesenhaft sein Trotz, indem er Gott herausforderte, ein Zeichen zu tun und nicht eher auszufahren vorgab, als bis ein den ganzen Ort erschütterndes Zeichen vom Himmel erfolgt wäre, damit er nicht so gemein wie andere Sünder seine Rolle niederlegen, sondern gewissermaßen unter Ehren in die Hölle fahren müsse. Solches schauerliche Gemisch von Verzweiflung, Bosheit, Trotz und Hochmut ist wohl schwerlich je irgendwo erblickt worden. Unterdessen schien in der unsichtbaren Welt immer rascher sein erwarteter Untergang vorbereitet zu werden. Endlich kam der ergreifendste Augenblick, welchen unmöglich jemand genügend sich vorstellen kann, der nicht Augen- und Ohrenzeuge war. Um 2 Uhr morgens brüllte der angebliche Satansengel, wobei das Mädchen Ihren Kopf und Oberleib über die Lehne des Stuhls zurück bog, mit einer Stimme, die man kaum bei einer menschlichen Kehle für möglich halten sollte, die Worte heraus: „Jesus ist Sieger! Jesus ist Sieger!“, Worte, die, so weit sie ertönten, auch verstanden wurden und auf viele Personen einen unauslöschlichen Eindruck machten. Nun schien die Macht und Kraft des Dämons mit jedem Augenblicke mehr gebrochen zu werden. Er wurde immer stiller und ruhiger, konnte immer weniger Bewegungen machen und verschwand zuletzt ganz unmerklich, wie das Lebenslicht eines Sterbenden erlischt, jedoch erst gegen 8 Uhr morgens.

Die Wahrheit über göttliche HeilungDas war der Zeitpunkt, da der zweijährige Kampf zu Ende ging. Dass dem so sei, fühlte ich so sicher und bestimmt, dass ich nicht umhin konnte, am Sonntag, tags darauf, da ich über den Lobgesang der Maria zu predigen hatte, meine triumphierende Freude merken zu lassen. Es gab freilich hintennach noch mancherlei aufzuräumen, aber es war nur der Schutt eines zusammengestürzten Gebäudes. Mit dem halbblinden Bruder, einem bescheidenen und demütigen, auch christlich sehr verständigen Menschen, der viel Glauben und Gebetskraft hat, hatte ich fast nichts mehr zu schaffen; und die an ihn gekommenen satanischen Angriffe sind andern Leuten kaum bemerklich geworden. Die Katharina hatte noch eine Zeitlang je und je krampfartige Bewegungen infolge der außerordentlichen Angegriffenheit des Gemüts, war aber bald wieder völlig hergestellt; und was mit ihr vorgefallen war, hat, möchte ich sagen, niemand erfahren. Etwas Mehreres stellte sich noch in der nächsten Zeit bei der Gottliebin Dittus ein; aber es waren mehr nur erneuerte, jedoch von selbst misslingende Versuche der Finsternis mit Früherem, die mich weiter nicht viel in Anspruch nahmen. Ja, unter diesen Nachzüglern geschah es allmählich, dass sie zu einer vollkommenen Gesundheit gelangte.

Heilung für deine tiefen WundenAlle ihre früheren Gebrechen, die den Ärzten wohl bekannt waren, wurden ganz aufgehoben, die hohe Seite, der kurze Fuß, die Magenübel usw. Dabei wurde ihre Gesundheit immer fester und dauerhafter; und jetzt steht es seit geraumer Zeit mit ihr so, dass sie in jeder Hinsieht als vollkommen hergestellt, als ein wahres Wunder Gottes angesehen werden kann. Ihr christlicher Sinn hat auch auf eine erfreuliche Weise zugenommen, und ihre stille Demut, ihre gediegene und verständige Rede, mit Entschiedenheit und Bescheidenheit gepaart, macht sie zu einem gesegneten Werkzeug an vieler Herzen. Was den Wert ihres Charakters am deutlichsten zu erkennen gibt, ist das, dass mir keine weibliche Person bekannt ist, die mit so viel Einsicht, Liebe, Geduld und Schonung Kinder behandeln wüsste, weswegen ich bei nötig werdender Aushilfe am liebsten ihr meine Kinder anvertraue; und wie sie schon im vorigen Jahre Industrielehrerin zu aller Zufriedenheit gewesen war wobei ich nur mit dankbarem Erstaunen auf die bewahrende göttliche Vorsehung zurückblicken kann, infolge deren sie in der sonst so schweren Zeit auch nicht ein einziges Mal genötigt war, den Unterricht einzustellen, so konnte ich jetzt, da eine Kleinkinderschuhe errichtet werden sollte, keine Person finden, die so geeignet wie sie gewesen wäre, dieselbe zu übernehmen.

Möttlingen, den 11. August 1844.
Pfarrer Blumhardt

Nachschrift

Johann Christoph Blumhardt MöttlingenDa nach der Abfassung obigen Aufsatzes nun schon volle sechs Jahre verstrichen sind, so wird der Leser begierig sein, zu hören, wie es jetzt mit der Gottliebin Dittus stehe. Ich bemerke einfach, dass dieselbe seit vier Jahren ganz in mein Haus eingekehrt ist, als die treueste und verständigste Stütze meiner Frau in der Haushaltung und Kindererziehung, der meine Frau alles ins Haushaltungswesen Einschlagende, Kleines und Großes, unbedingt anvertrauen und nach Umständen überlassen darf. Was sie unserm Hause und allen Personen, die bei uns ein- und ausgehen, ist, lasse ich andere bezeugen, da ich weiß, dass, wer sie kennenlernt, nicht versäumt, seine Achtung und Wertschätzung ihrer Person überall auszusprechen. Mir ist sie namentlich auch für Behandlung von geisteskranken Personen nahezu unentbehrlich geworden, da dieselben alsbald das ungemessenste Zutrauen zu ihr bekommen, so dass mein Umgang mit ihnen nur wenig Zeit erfordert. Übrigens ist sie nicht als eine Dienstperson bei uns, da ihre Dankbarkeit sich für das, was sie für uns tut, nicht will bezahlen lassen, sondern sie betrachtet und fühlt sich als von uns an Kindesstatt angenommen, was nun auch mit ihrer Schwester Katharina und dem erwähnten halbblinden Bruder der Fall geworden ist.
Möttlingen, den 31. Juli 1850.
Pfarrer Blumhardt

Anhang

Man kann sich denken, dass Blumhardt, nachdem sein Bericht über die Befreiung der Gottliebin Dittus (zunächst gegen seinen Willen) bekannter wurde, auch heftigen Angriffen ausgesetzt war. Deshalb verfasste er eine Verteidigungsschrift, 1850 veröffentlicht, aus der hier noch einige Abschnitte zitiert werden sollen:

„Ich hätte können freilich, möchte man sagen, klüger sein und in meinem Berichte das, was man mir als den ungemessensten Eigendünkel auslegen konnte, füglich weglassen, weil man ja längst gewohnt ist, Geschichten von dämonischen Erscheinungen, namentlich von Somnambulen , ohne einen vernünftigen Ausgang sich schließen zu sehen. Aber ich habe das alles wohl gefühlt, und man glaube ja nicht, dass ich in der Dummheit allzu ehrlich gewesen sei. Wenn ich berichten musste, und dazu war ich beauftragt, so wollte ich nicht gegen die Wahrheit es so darstellen, als ob eben da einmal wieder eine dämonische Scharlatanerie oder Sonderbarkeit vorgekommen sei, wie man sie in den letzten Jahrzehnten schon oft gehört und gesehen hat. Ich hätte mich geschämt, in die Reihe der abenteuerlichen Sonderlinge mich einreihen zu lassen, welche so häufig nur ein irriges Spiel mit Erscheinungen und Ereignissen aus der anderen Welt treiben; ich stand in der Furcht Gottes bei jener Sache, und wenn die letztere ein viel ernsteres Gewand bekam, als alle Geschichten ähnlicher Art sonst haben, so musste ich eben das schon zu meiner Selbstrechtfertigung meiner Behörde deutlich machen. Schrieb ich einmal etwas, so musste ich alles schreiben, und so sage ich offen und ohne Vorbehalt heraus, wie ich handelte und dachte; so konnte ich auch um so getroster jedes Resultat erwarten, und war ich etwa verkehrt oder im Irrtum oder im Eigendünkel, so sollte das meine Behörde wissen oder zu beurteilen imstande sein, denn ich will einmal nicht in einen stummen Eigensinn mich verrammeln, wie es allerdings in gegenwärtiger Zeit manche falsche Richtungen und dämonische Geistlichkeiten tun, da die Betrogenen im Verborgenen mancherlei ausbrüten und niemanden, der nicht schon ganz ihnen angehört, in ihre Heimlichkeiten hineinschauen lassen; meine Sache sollte ans Licht und im Lichte geprüft werden – aber wohlgemerkt, nur als eine Art Beichtgeheimnis gegenüber meiner Behörde; dieser wollte ich es sagen und vorerst sonst niemandem. Ich habe auch Wort gehalten.“

„Das eben, dass von keiner Seite her eine Stimme, eine ernstliche, tatkräftige Stimme gegen den Heidengräuel sich erhob, machte, dass jedermann sicher war, und oft waren’s gerade redliche Seelen, welche elende und kranke Personen zum Gebrauch solcher Geheimmittel noch aufmunterten und diese unbegreiflicherweise entweder darum, weil man dazu bete unter Anrufung der höchsten Namen, für etwas Rechtes hielten oder mindestens darum für etwas Gleichgültiges, weil es etwas sei, dahinter nichts als unbekannte Gesetze der Natur steckten. So haben sich die Elenden und mit Plagen Heimgesuchten zu jedem Dienst hergegeben und sich selber vor dem Grausesten nicht zurückgestrebt, haben Zauberzettel bei sich herumgetragen, darauf unter anderem stand: „In der Hölle sehen wir und wieder“, ohne zu wissen, wie sie trugen, jedenfalls Zettel mit allerlei abergläubischen Figuren und Buchstaben, auch sogenannten Hexenfüßen, wobei noch dazu heilige Geschichten und Worte lästerlich missbraucht wurden, und haben solches auf bloßem Leibe Tag und Nacht getragen oder in Ställe, Bäume, Türpfosten, Bettladen zu unheimlicher Stunde eingegraben, haben sich auch nicht gescheut, die Ruhestätten der Toten bei Nacht zu durchwühlen, um mit gefundenen Beinen Gräuel zu treiben. Doch was soll ich da das alles nennen, was in dicken Büchern nicht erschöpft werden könnte und in feinerer, bisweilen fast unmerklicher Art selbst alle Stände durchläuft? Aber die Folge, davon war ein Bann, der oft trotz allem Glauben an das Verdienst Jesu auf den Armen liegenblieb, weil die Sünde selbst von ihnen nicht erkannt war, während sie’s hätten erkennen können, wenn sie hätten aufmerken wollen.

So gibt es noch manche andere Sünden, die auch gläubige Christen ohne alle Scheu, obwohl zuzeiten mit innerer Zurückhaltung, tun, und darüber sie nie zur Erkenntnis kommen, sie aber auch niemand zur Erkenntnis führt. Da gibt’s dann einen Aufenthalt nach dem Tode bei vielen; denn Christus ist kein Sündendiener. Es bleiben satanische Verstrickungen übrig, die gelöst werden müssen, irgendwie, da der Rat Gottes doch nicht der sein kann, solche bisweilen in mancher Beziehung unschuldig und redlich zu nennende Seelen nun ohne weiteres in Bann zu lassen und in ewige Verdammnis zu stürzen. Kein Bann auf der Christenheit lag aber so schwer wie der der mehrfällig erwähnten Zauberei, an den niemand denkt und denken will. Mir aber ist nun Gelegenheit geworden, diesen Bann zu erkennen und dagegen zu wirken; und glauben kann ich’s, dass durch einen Kampf, wie ich ihn gehabt habe, für viele auch in jener Welt eine Befreiung möglich ist, die sie freilich noch lebend schon damit gefunden hätten, wenn sie, was fehlte, erkannt und im Blute Christi sich gereinigt hätten. Hierzu aber, und das ist mir das Wichtigste, ist mir jetzt eine Stimme gegeben; und mein Eifer als Diener des Evangeliums bleibt darauf gerichtet, dafür Sorge zu tragen, dass, wer glaubt, einen lauteren und keuschen Glauben habe und behalte bis ans Ende.“

– ENDE –

Wenn Sie Probleme mit Geistern oder Stimmen oder merkwürdigen Ereignissen haben, dann suchen Sie nicht gleich einen beliebigen Pfarrer auf. Die Erfahrung zeigt, dass höchstens einer von hundert Pfarrern an die Allmacht von Jesus Christus glaubt und falls er es doch beteuert, heißt das noch lange nicht, dass er solche Berichte von Blumhardt und einige andere dieser Art ernst nimmt. In der Regel werden Sie abgewimmelt, denn auch unter den sog. „Geistlichen“ hat der „Zeitgeist“ gewirkt und sie kraftlos gemacht.
Sie benötigen als Hilfe einen an Jesus Christus gläubigen Menschen (Mann oder Frau), der bereit ist zu fasten und für viele Monate den Gebetskampf aufnimmt. Die Dämonen lassen sich in der Regel nicht durch ein einfaches schnell dahin gesprochenes Gebet vertreiben. Lesen Sie weiter im Abschnitt Ratgeber.

Schreiben Sie uns einfach falls Sie Hilfe suchen: info@hammerpredigt.de

Ratgeber

Schauen Sie sich einmal die folgenden Bibelverse an.

Lukas Kapitel_10
17Die Siebzig aber kamen wieder mit Freuden und sprachen: HERR, es sind uns auch die Teufel untertan in deinem Namen.18Er sprach aber zu ihnen: Ich sah wohl den Satanas vom Himmel fallen als einen Blitz. 19Sehet, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch beschädigen. 20 Doch darin freuet euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freuet euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.

Querverweise
Jesaja 14:12
Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie bist du zur Erde gefällt, der du die Heiden schwächtest!

Matthaeus 4:10
Da sprach Jesus zu ihm: Hebe dich weg von mir Satan! denn es steht geschrieben: „Du sollst anbeten Gott, deinen HERRN, und ihm allein dienen.“

Offenbarung 12:9
Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführt, und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin geworfen.

Engelsturz LuziferLuzifer war ein Erzengel von prächtiger Gestalt. Eines Tages kam es dazu dass er aus dem Himmel gefallen ist. In unseren Bibeln steht für Luzifer häufig Satan oder Teufel. Luzifer bedeutet eigentlich „Lichtbringer“. Im Buch von Jesaja steht gar „prächtiger Morgenstern“. Mit ihm fielen auch viele andere Engel aus dem Himmel, und die nennen wir Dämonen. Wie gesagt, der Himmel ist u. A. auch die Geisterwelt von der hier die ganze Zeit die Rede ist. In der Geisterwelt gibt es verschiedene Orte. Ich stelle mir gerade die Situation mit Luzifer bildlich vor.
Da kommt der Luzifer vor Gottes Thron und mit ihm seine untergebenen Engel. Man sieht auch hier eine gewisse Hierarchie im Himmel. Erzengel stehen über anderen Engeln. Wie er sich so vor Gott aufbaut und sich seiner Pracht und Schönheit bewusst zu sein scheint sagt er zu Gott, dass er seinen eigenen Thron noch höher und prächtiger machen wird als Gottes Thron und jetzt die Nummer Eins im Himmel sein will. Das ist vielleicht auch nur ein Bildnis für Rebellion und Ungehorsam. Wie dem auch sei, Gott wird nun nicht wutentbrannt aufstehen von seinem Thron und seine restlichen verbliebenen Engel herbeirufen und die ganze rebellierende Bande in einem erbitterten Kampf verwickeln bis er den Luzifer besiegt hat. Nein, Gott wird sich entspannt zurücklehnen und vielleicht wird er noch eine Augenbraue hochziehen und die Frage stellen: „Was willst du?“. Nach kurzem Nachdenken wird Gott zu einem Engel in der Nähe seines Thrones sagen: „Du, bring mir doch mal einen Schluck Lebenswasser, ich habe ein wenig Durst.“ Dann lässt er Michael kommen – das ist auch ein Erzengel, genau wie Luzifer. Michael ist der Kampfengel. Als Michael herbei gekommen ist wird er zu ihm sagen: „Siehe da, dieser Erzengel und seine Schar wollen mich vom Thron stürzen.“ Gott wird noch eine Schluck aus seinem Becher nehmen und dann sagen: „Michael, erledige das bitte.“, und dann gab es nur einen Blitz und die ganze Verschwörungsbande landete auf der Erde.

Das sind heute die Typen, die sich auch damals bei der Gottliebin Dittus bemerkbar gemacht haben, aber hauptsächlich waren das eben verstorbene Menschen. Diese zwei Sorten kann man unterscheiden. Man fragt sich automatisch, warum sich die verstorbenen Menschen als Geister in unmittelbarer Nähe der Frau Dittus aufgehalten haben. Man spricht hier sogar von Besetzung oder Besessenheit, was das Selbe ist. Besessenheit wird heutzutage nicht mehr gesagt oder als solches wahrgenommen, man sagt heute psychisch krank und gibt Medizin, sog. Psychopharmaka. Ärzte habe in der Regel kein Diagnoseschema wo Besessenheit durch Geister vorkommt. Mit Exorzismus (Austreibung) kann man auch kein Geld verdienen.

Außerdem ist es interessant zu beobachten, dass die Geister bei der Dittus allesamt irgendwie bösartig waren oder stark verwirrt. Es waren keine guten Geister innerhalb der Gruppe der Besatzungsmacht. Die verstorbenen Menschen waren nicht im sogenannten Himmel, sondern durchaus auf der Erde, nämlich in der Frau Dittus, also erdgebundene Geister. Das waren ausnahmslos nur Menschen, die zu Lebzeiten Böses getan hatten. Wie das möglich ist bleibt vorerst ein Rätsel. Wie sie aber aus der Dittus wieder herauskamen ist kein Rätsel, es wird uns ganz klar geschildert. Es war ein langer Gebetskampf des Pastor Blumhardt. Der Geistliche hat zu Gott gebetet und nebenbei auch gefastet. Offensichtlich bekommt das Gebet mehr Kraft wenn jemand fastet. Wir sehen auch, dass es mit der Austreibung so eine Sache ist, denn einige Geister kamen ja wieder zurück. Zuletzt jedoch nach zwei Jahren mussten sie alle gehen.

Gebet für Gottliebin DittusWie kann man sich davor eigentlich schützen, dass die Geister erst gar nicht in uns hinein gehen können? In den Dialogen zwischen dem Pastor und den Dämonen, die aus der Frau Dittus sprachen wurde klar, dass es in der Geisterwelt eine regelnde Macht gibt. Pastor Blumhardt antwortete den Dämonen immer: „…wenn Jesus es zulässt.“ Es gibt also diese höhere Macht in der Geisterwelt, die wir als die gute Seite bezeichnen können, dessen Oberhaupt zweifellos Jesus ist. Nicht umsonst heiße es auch „Alles ist in Gottes Hand“.
Damit ein leer geräumtes Haus nicht wieder mit Dämonen besetzt werden kann, muss es mit guten Geistern besetzt werden, die das Haus Tag und Nacht bewachen, auch wenn wir schlafen. Gott nennt das den Heiligen Geist. Man bekommt diesen Wächter – und ich kann mir vorstellen, dass da auch wieder Engelscharen als Unterdiener dabei sind – wenn man an Jesus glaubt. In der Bibel heißt es im Johannes-Evangelium Kapitel 3:
16Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.17Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn gerettet werde. 18Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. 19Das ist aber das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. 20Wer arges tut, der haßt das Licht und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke nicht gestraft werden. 21Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan.

Es lohnt sich einmal eine Bibel zu nehmen und das ganze Kapitel 3 zu lesen. „Ja, aber was ist mit all den anderen Religionen und all den Menschen, die an gar nichts glauben?“ – werden Sie fragen. Im Lichte der Tatsachen, wie sie 1842 geschehen sind, müssen Sie sich diese Frage selbst beantworten. Letztlich ist es nicht Sache der Menschen darüber zu entscheiden, wo man nach dem Tod hinkommt. Mir persönlich gefällt die Vorstellung in der Nähe eines liebenden Gottes zu sein besser. Ich habe ein dutzend Bücher über Nah-Todes-Erlebnisse gelesen mit Zeugnissen von Menschen, deren Geist für kurze Zeit aus ihrem nicht mehr funktionierenden Körper ausziehen musste und die Vorhöfe der Geisterwelt betreten hatte. Nachdem sie wieder in den irdischen Körper zurückgeschickt wurden haben sie u. A. berichtet was auch bei Frau Dittus angeklungen ist. Es gibt mehr Wahrheit in der Bibel als uns manchmal lieb ist.

Leider ist unsere christliche Kirche heute weitgehend sehr kraftlos geworden. In den letzten Jahren wurde das immer schlimmer. Man muss von einer geistlichen Machtverschiebung zugunsten der finsteren Mächte sprechen. Der unaufgeklärte Mensch beobachtet nur die Zunahme der Kriege und der Folgen wie z. B. die Flüchtlingswelle nach Europa. Aber auch das Finanzsystem und das Rechtssystem gleiten unaufhaltsam in den Abgrund. Es sind die Menschen im Allgemeinen, die durch ihr Denken und Handeln die Welt so gestalten. Immer weniger wird das gesamte System von Liebe und Barmherzigkeit geprägt, sondern von Geldgier und Egoismus. Liebe und Barmherzigkeit sind eindeutig christliche Werte, die uns Jesus Christus gelehrt hat. Geldgier und Egoismus stammen aus der dämonischen Welt, letztlich von Luzifer als dem Vater der Lüge, wie er auch genannt wird.

Jesus vergibt SündeWenn die Bibel in all diesen Dingen Recht hat, dann gibt es auch ein Ende dieses bösen Treibens, nämlich wenn Jesus wiederkommt. Heute ist die Entwicklung gleich einer parabolischen Kurve bereits deutlich zu sehen. Die Bibel bezeichnet das als Endzeit. Die meisten Experten vermuten, dass es im Jahre 2023 soweit sein könnte. Geben Sie einmal bei Google den Begriff „Endzeit“ ein und dann auf Bildersuche. Sie werden sich erschrecken, was Sie da anspringt. Das sind die Vorstellungen die sich Menschen machen wie das aussehen könnte. Vielleicht sind das Informationen aus der Dämonenwelt. Wer weiß?

Aber das soll hier nicht Gegenstand sein, sondern es geht immer noch um Sie ganz persönlich und das Leben als Mensch umgeben von der Geisterwelt. Wenn Ihnen Kirche suspekt oder unangenehm ist, dann könnte ich das verstehen. Aber Kirche bedeutet nicht Gebäude, Institution und Pfarrer, sondern Menschen. Es ist gut und richtig, dass wir uns gegenseitig auf unserer Suche nach Gott helfen. Natürlich finden Sie am ehesten solche mit dem Heiligen Geist füllten Menschen in Kirchen, keine Frage, aber wenn Sie es in Ihrem Leben mit dämonischer Besetzung zu tun haben, oder einen Verwandten, ein Kind oder eine Freundin oder Freund haben, der damit Probleme hat, dann benötigen Sie einen Menschen, der auch den Gebetskampf mit Fasten kennt.

Zusammenfassend können Sie heute sagen, wenn man einen Gottesbeweis haben will, so muss man sich nur die Gegenseite ansehen. Der Satan arbeitet viel offensichtlicher als die göttlichen Heerscharen. Wohl dem, der sich zu Lebzeiten auf die richtige Seite schlägt.

Schreiben Sie uns einfach falls Sie Hilfe suchen: info@hammerpredigt.de

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